URl-Schemaänderung – Links verstrubbelt

URL-Schemaänderung

Zur Optimierung der Reichweite meines Blogs habe ich das URL-Schema verkürzt.

Bisher war es …/jahr/monat/tag/titel, was aus Sicht von Google tiefe Verzeichnisstrukturen darstellt, die mit geringerer Wichtung gescanned werden.

Nun verwende ich …/titel.html. In vier Wochen werde ich sehen, ob so mehr Artikel in Google höher plaziert wurden.

Ein negativer Seiteneffekt ist, dass statische Links auf die Artikel (auch intern im Blog) dadurch zerbrechen und es daher für 1-2 Tage zu Seitenfehlern kommen kann.

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Ebay macht PainPal zur Pflicht – Neue private Verkäufer nein Danke!

“Mit Gewalt kriegt man auch einen Ochs gemolken”

http://www.heise.de/newsticker/meldung/eBay-fuehrt-haertere-Regeln-fuer-Verkaeufer-ein-872836.html

Ab dem 25. Februar 2010 müssen alle Verkäufer mit weniger als 50 Bewertungen PayPal als Zahlungsoption anbieten. Natürlich alles um die Sicherheit auf Ebay zu erhöhen. Sicherheit auf Ebay ist so eine Sache und sehr relativ. Für den Käufer mag es ja angenehm sein, dass PayPal ohne viel Federlesen bei einer Beschwerde eine Zahlung zurücknimmt. Es gibt genug Berichte darüber, welche Nachteile diese starke Käufer-Orientierung von PayPal für Verkäufer haben kann.  Man kann dann dem Käufer hinterher laufen und auf zivilrechtlichem Weg sein Geld einklagen. So sind skrupelosen Käufern Tür und Tor geöffnet. Wer klagt schon wegen 20€?

[Update 26.2.2010] Auch das Bundeskartellamt interessiert sich nach massiven Beschwerden für diese Pflicht, wie die Wirtschaftswoche berichtet. Immerhin macht eBay rund ein Drittel seines Umsatzes mit Paypal.

Die Motivation von Ebay ist sicherlich nur Vordergründig die Sicherheit. Ebenso wie bei der nun aufgehobenen kostenlosen Porto-Regelung geht es um Profitsicherung. Für den kleinen Privatverkäufer bedeutet die Paypal-Pflicht: 0,35€ pro Verkauf sowie 1.9% vom Umsatz. Zusätzlich zu den Ebay-Gebühren und zusätzlich zu den Verlusten an Versand&Verpackung durch die gedeckelten Versandkosten. Da macht es doch gleich doppelt Spass, eine nicht mehr gebrauchte DVD für 3€ zu versteigern. Wegwerfen käme billiger.

Ich habe einfach noch in derselben Minute mein Ebay-Konto geschlossen.

Schliesst euch an!

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Apple iPad wird ein Riesenerfolg

und darauf verwette ich mein biologisches Sitzpolster. 8-O

Vorab: ich werde es mir auf absehbare Zeit nicht anschaffen und sehe mich daher emotional neutral.

iPad heisst das Teil nun. Irgendwie sympathischer als das vielfach vermutete iSlate. Tatsächlich drückt sich in diesem vermuteten Namen alles aus, was nun von Seite der üblichen Meinungsführerschaft (sprich: jeder der weiss wie man im Heise-Newsticker einen Kommentar absondert) an Kritik, Ideologie, Hähme und schlicht Ignoranz über Apple hereinbricht. Slate heisst Schiefertafel und drückt die Erwartung aus, dass es sich um ein Arbeitsgerät handeln wird. Sozusagen die Heirat von iPhone und iMac mit der Einfachheit des iPhone und der Offenheit eines PCs. Tscha Pech gehabt!

Das iPad ist ein Consumer-Gerät wie der Video-Rekorder oder das Handy. Es basiert auf den Erfolgfaktoren des iPod und iPhone und erweitert diese Geräteklasse um einen neuen Formfaktor. Punkt.

Damit erfüllt das iPad geschätzte 95% aller privater Anwender-Anforderungen. Surfen, Mailen, Pornos schauen, ein bisschen soziale Netzwerke, Photos und natürlich Musik hören. Dazu die Auswahl aus 140.000 Anwendungen mit variabler Sinnbefreiung. Einzig die fehlende Möglichkeit der Aufzeichnung von Bildern sowie Videos für Skype und Konsorten ist ein mir nicht erklärlicher Mangel.

Die Kritiker, die dem iPad denselben Fehlschlag wie den iPod und iPhone vorhersagen, gehen an dieses Gerät schlicht mit der falschen Annahme heran. Nochmal zum Mitschreiben:

Das iPad ist kein PC sondern ein Internet-getriebenes Multimedia-Gerät. Und als solches wird es sich wie geschnitten Brot verkaufen.

Warum? Weil (wie iPod und iPhone beeindruckend gezeigt haben) das Gesamtkonzept von Apple für diese Geräteklasse hervorragend funktioniert und weil das größere Display die Einschränkung einiger Funktionen aufhebt. Surfen oder Amazon-Bücher lesen ist mir auf dem iPhone zu frickelig.

Unsere Gesellschaft hat sich in den letzten 10 Jahren mit erstaunlicher Geschwindigkeit hin zu einer Internet-Gesellschaft entwickelt. Nahezu alle Aspekte des öffentlichen Lebens, der Unterhaltung und es Konsums sind direkt mit dem Internet verbunden oder setzten es sogar voraus. Für diesen Internet-Alltag benötigt man keine offenen PCs auf die man beliebige Anwendungen installieren kann, man benötigt kein echtes Multitasking (denn der Mensch ist eh single-tasking) oder gar die Wahl eines Betriebssystems. Man benötigt  Internet-basierte Content-Funktionalität wie sie die iP*-Familie von Apple anbietet und die soll sofort und ohne technische Hürden funktionieren. Für den Rest der Aufgaben hat man eh einen PC.

Bin ich begeistert? Eher beeindruckt wie gut Apple dies verstanden und umgesetzt hat.
Derzeit gibt es mir für einen Kauf, da ich auch einen gut gerüsteten Gerätepark habe (Geek), zuviele Schwachpunkte:

  • Kamera für die Kommunikation
  • Realistische Mobilfunkkonditionen die einer ausdauernden Alltagsnutzung entsprechen
  • Klärung der Reichweite von iBooks sowie der eingesetzten DRM

Gerade die Glieder der Content-Kette eines iPad wie Provider und Rechteinhaber sind leider immer noch geistig im letzten Jahrtausend und stehen Apple’s Konzept des iPad im Weg. Apple hat aber mit ITunes schon gezeigt, dass der (Ver)Markt(er) den längeren Hebel hat als der Rechteinhaber.

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Magic Mouse – Apfel Zaubermaus nicht perfekt

Die alte Mighty Mouse hat bei mir nun endgültig die Ohren angelegt und ist in den wohlverdienten Maushimmel eingegangen. Tod durch verdrecktes Scrollrad. Das man dies nicht zur Reinigung öffnen kann, gehört in dieselbe Kategorie von mindestens fahrlässigen Design-Fehlentscheidungen wie fest eingelötete Akkus. Da ein neuer 27” iMac in den Startlöchern steht und ich grundsätzlich soweit möglich an allen Rechnern denselben Maustyp einsetze, war als Ersatz eine Magic Mouse fällig.

Magic Mouse product image (c) Apple Inc.

Über Optik und Design kann man sich wie bei vielem von Apple streiten. Interessanter ist für mich die Haptik und Funktionalität. Der spontane Kommentar einer Kollegin “das hat ja scharfe Kanten!” hat sich in der Praxis als irrelevant erwiesen. Die Mausoberfläche ist für meine durchschnittliche Handgröße klein genug und die Maus dermassen flach, dass die Hand nicht auf den Kanten zu liegen kommt. Die Hand greift eher mit Daumen und Ringfinger um die Maus während Zeige- und Mittelfinger recht entspannt flach liegen.

Das Griffgefühl der Maus und die Handhaltung kann ich subjektiv nur als erstklassig bezeichnen. Es fühlt sich so an, als ob die Hand locker mit leichter Wölbung auf dem Mauspad liegt. Die öfters kritisierte Flachheit der Maus ist tatsächlich ihre Stärke und unbedingt notwendig, um die iPhone-ähnlichen Gesten (eng. Swipes) verspannungsfrei durchführen zu können. Ich empfehle auf jeden Fall ein gutes Textil-Mousepad von hinreichender Größe. Direkt auf dem Tisch ist die Maus recht laut. Ein Mousepad mit Gelauflage für die Hand, wie ich es für höhere Mäuse eingesetzt habe, war mir mit dieser Maus unangenehm.

Fazit Haptik: sehr angenehm aber nicht für jedermann. Ausprobieren!

Funktional spielt diese Maus in ihrer eigenen Liga. Sie ist “magic” aber der Zauberlehrling könnte noch etwas mehr üben denn nicht alles ist Gold. Die ganze Oberfläche der Maus ist ein Touchpad mit einstellbarer Empfindlichkeit. Mithilfe der Settings und optionaler weiterer Anwendungen kann man hier vielfältige Klicks, Taps und Swipes konfigurieren. Es ist also eine Kombination von traditioneller Maus und Touchpad.

Klick: wie schon die Mighty Mouse kann man die Magic Mouse für einen Klick niederdrücken. Welche Aktion damit verbunden wird, hängt davon ab wo der oder die Finger beim Klick waren. Standardmässig ist ein Links- und Rechtsklick eingestellt.

Tap: wie beim iPhone kann man weitere Aktivitäten mit kurzem Antippen eines Bereichs der Maus verbinden

Swipe: Wenn man über die Maus streicht, erkennt das System mit wievielen Fingern, wo und in welcher Richtung gestrichen wurde. Standardmässig kann man durch  Streichen in alle Richtungen scrollen und durch Links-/Rechtsstreichen mit zwei Fingern rückwärts und vorwärts navigieren. Das funktioniert erstaunlich gut sofern die Mausunterlage nicht zu glatt ist.

Fazit Funktionalität: Bundesliga

Perfekt ist die Maus nicht! Es fängt damit an, dass man zur Installation der neuen Treiber unter Leopard auf eine kleine Expedition gehen muss. Die Software-Aktualisierung findet das “Wireless Mouse Update 1.0″ nämlich nicht und der durchschnittliche Mac-Benutzer wundert sich, wo denn die Einstellungen der Maus zu finden sind.

Der dickste Minuspunkt dieser Treiber ist die mangehafte Zeigergeschwindigkeit! Die Maus ist schlicht für alle praktischen Fälle zu langsam und erfordert entweder lange Wege oder ruckartige Bewegungen um von einem Ende des Bildschirms zum anderen zu gelangen. Das dieses Problem auch schon bei der Mighty Mouse bestand, muss es wohl ein “Konzept” von Apple sein. Es ist mir völlig unerklärlich, wieso Apple diesen vielgescholtenen Misstand nicht behoben hat. Die Höchstgeschwindigkeit des Zeigers sollte angehoben werden und man sollte wie sonst auch die Geschwindigkeit und Beschleunigung separat einstellen können. Das kostenpflichte Tool SteerMouse hat diese Option für die Mighty Mouse bereitgestellt. Leider ist SteerMouse nicht mit der Magic Mouse kompatibel.

Nach der Installation des Wireless Mouse Updates hat man einige wenige Optionen, die weit hinter den Möglichkeiten der Maus zurückbleiben. Um die Maus mit ihrem vollen Potential zu nutzen, empfehle ich das kostenlose Tool MagicPrefs. Hiermit kann die Mausgeschwindigkeit von Rheumatisch auf Flink angehoben werden und die Auswahl an Klicks und Gesten ist deutlich umfangreicher.

Fazit: mit ein paar neuen Zaubersprüchen ist die Magic Mouse tatsächlich ein echtes Apple-Produkt.
Leistungsfähig, kreativ innovativ und sicherlich in hohem Maße polarisierend.

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