und darauf verwette ich mein biologisches Sitzpolster.
Vorab: ich werde es mir auf absehbare Zeit nicht anschaffen und sehe mich daher emotional neutral.
iPad heisst das Teil nun. Irgendwie sympathischer als das vielfach vermutete iSlate. Tatsächlich drückt sich in diesem vermuteten Namen alles aus, was nun von Seite der üblichen Meinungsführerschaft (sprich: jeder der weiss wie man im Heise-Newsticker einen Kommentar absondert) an Kritik, Ideologie, Hähme und schlicht Ignoranz über Apple hereinbricht. Slate heisst Schiefertafel und drückt die Erwartung aus, dass es sich um ein Arbeitsgerät handeln wird. Sozusagen die Heirat von iPhone und iMac mit der Einfachheit des iPhone und der Offenheit eines PCs. Tscha Pech gehabt!
Das iPad ist ein Consumer-Gerät wie der Video-Rekorder oder das Handy. Es basiert auf den Erfolgfaktoren des iPod und iPhone und erweitert diese Geräteklasse um einen neuen Formfaktor. Punkt.
Damit erfüllt das iPad geschätzte 95% aller privater Anwender-Anforderungen. Surfen, Mailen, Pornos schauen, ein bisschen soziale Netzwerke, Photos und natürlich Musik hören. Dazu die Auswahl aus 140.000 Anwendungen mit variabler Sinnbefreiung. Einzig die fehlende Möglichkeit der Aufzeichnung von Bildern sowie Videos für Skype und Konsorten ist ein mir nicht erklärlicher Mangel.
Die Kritiker, die dem iPad denselben Fehlschlag wie den iPod und iPhone vorhersagen, gehen an dieses Gerät schlicht mit der falschen Annahme heran. Nochmal zum Mitschreiben:
Das iPad ist kein PC sondern ein Internet-getriebenes Multimedia-Gerät. Und als solches wird es sich wie geschnitten Brot verkaufen.
Warum? Weil (wie iPod und iPhone beeindruckend gezeigt haben) das Gesamtkonzept von Apple für diese Geräteklasse hervorragend funktioniert und weil das größere Display die Einschränkung einiger Funktionen aufhebt. Surfen oder Amazon-Bücher lesen ist mir auf dem iPhone zu frickelig.
Unsere Gesellschaft hat sich in den letzten 10 Jahren mit erstaunlicher Geschwindigkeit hin zu einer Internet-Gesellschaft entwickelt. Nahezu alle Aspekte des öffentlichen Lebens, der Unterhaltung und es Konsums sind direkt mit dem Internet verbunden oder setzten es sogar voraus. Für diesen Internet-Alltag benötigt man keine offenen PCs auf die man beliebige Anwendungen installieren kann, man benötigt kein echtes Multitasking (denn der Mensch ist eh single-tasking) oder gar die Wahl eines Betriebssystems. Man benötigt Internet-basierte Content-Funktionalität wie sie die iP*-Familie von Apple anbietet und die soll sofort und ohne technische Hürden funktionieren. Für den Rest der Aufgaben hat man eh einen PC.
Bin ich begeistert? Eher beeindruckt wie gut Apple dies verstanden und umgesetzt hat.
Derzeit gibt es mir für einen Kauf, da ich auch einen gut gerüsteten Gerätepark habe (Geek), zuviele Schwachpunkte:
- Kamera für die Kommunikation
- Realistische Mobilfunkkonditionen die einer ausdauernden Alltagsnutzung entsprechen
- Klärung der Reichweite von iBooks sowie der eingesetzten DRM
Gerade die Glieder der Content-Kette eines iPad wie Provider und Rechteinhaber sind leider immer noch geistig im letzten Jahrtausend und stehen Apple’s Konzept des iPad im Weg. Apple hat aber mit ITunes schon gezeigt, dass der (Ver)Markt(er) den längeren Hebel hat als der Rechteinhaber.




