Nun? Wordpress ist installiert? Schon ein paar Themes ausprobiert und einige Testbeiträge geschrieben?
Um Wordpress stärker anzupassen, als einfach Themes und Widgets auszuwählen, müssen wir Themes anpassen (oder ganz neu schreiben). Das setzt voraus, dass wir uns mit den zentralen Konzepten von Wordpress auseinandersetzen und uns Gedanken über das Layout und die Funktionen des eigenen Templates machen (nächster Artikel). Nachdem ich mir einige Themes von innen angeschaut habe, war mir klar, dass ich langfristig besser mit einem eigenen Theme klar komme. Struktur, Übersichtlichkeit und Kommentierung lassen meist doch arg zu wünschen übrig. Warum um Himmelswilli müssen CSS-Dateien eigentlich so strubbelig zusammen kopiert werden? Und dann alles in einer Datei?
In den folgenden Artikeln werde ich an dem Beispiel dieser Seiten die Konzepte und Struktur eines Theme beschreiben. Weiterführende Information findet man auf den deutschen Wordpress-Seiten (leider noch recht unvollständig) und in der Referenz.
Aus Benutzersicht besteht Wordpress aus zwei Anwendungsteilen: der Administration und dem Frontend. Beide basieren auf der Wordpress-Anwendung, die auf den Webserver geladen wurde. Mit der Administration verwalten wir unsere Website, erstellen Blogeinträge und statische Webseiten, verwalten Kommentare und könnten auch direkt das Theme anpassen. Das Frontend ist der Teil, der unsere Website ausführt und um den geht es hier.
Begriffsklärung:
- Ein Theme ist eine Sammlung von Template-Dateien für die verschiedenen Inhalte.
- Wir unterscheiden Blogeinträge und statische Seiten (engl. Page), die jeweils von Wordpress in Webseiten präsentiert werden.
- Blogeinträge und Seiten sind sehr ähnlich. Der Unterschied ist dass Blogeinträge chronologisch geordnet unter Kategorien eingeordnet präsentiert werden.
- Statische Seiten dagegen werden unter ihrem Namen auf eigenen Webseiten präsentiert.
Funktionsprinzip
Referenzen: Templates, Template-Datei-Hierarchie, Seitenprogrammierung (The Loop), Loop-Referenz


Elemente einer Seite
Wie man oben sieht ist das wichtigste Template “index.php”. Dieses stellt gleichzeitig für die meisten Designs die Hauptseite dar. In meinem hier beschriebenen Theme-Design sind die anderen Inhalt-Templates leicht veränderte Kopien hiervon. Betrachten wir diese Webseite:

- Alle Webseiten besitzen einen Header. Hier reicht der Header bis einschliesslich zur Seitennavigation.
- Ebenso besitzen nahezu alle alle Webseiten einen Footer.
- Der Hauptbereich der Seite stellt den dynamischen Inhalt dar. Das kann die Liste der letzten Blogeinträge sein oder eine statische Seite. Dieser Bereich steht unter der Kontrolle der sogenannten “Loop”, die wir später noch genauer kennen lernen werden. Die Loop ist das notwendige kleine PHP-Programm des Templates, welches die anzuzeigenden Inhalte auflistet.
- Sidebars sind feste Bereiche rechts und/oder links des Inhaltsbereichs. Hier erscheinen die Widgets, die in der Administration ausgewählt wurden. Dem Thema Widgets widmen wir noch einen späteren Beitrag.
Wir haben nun sehr allgemein das Funktionsprinzp von Wordpress kennengelernt. Wordpress stellt eine Basisfunktion zur Verwaltung von Webinhalten bereit und eine Logik, die je nach Anfrage (aktuelle Blogeinträge, Archiv, einzelner Artikel, statische Seite, Suche?) eine Templatedatei auswählt. Diese Templatedatei entspricht einer Webseite einer normalen Hompage, wobei das Template als aktives Programm sich seine Inhalte zum Zeitpunkt der Anfrage zusammensucht. Wir müssen diese Templatedateien erstellen oder von passenden Vorlagen kopieren/variieren. Dazu haben wir die typischen Bereiche oder Elemente einer Webseite kennengelernt. Wir sollten uns merken, dass die Inhalte dieser Templates uns vollständig überlassen sind.
Im nächsten Artikel geht es um das Design und Layout des Themes.